Weihnachten für Jedermann

Weihnachten für Jedermann

Mindener Tafel verteilt zum 11. Mal seine Geschenkpäckchen

Weihnachten ist das Fest zum Höhepunkt des Jahres. Es ist das Fest der Familie und der Nächstenliebe. Im Kreise seiner Lieben feiern viele Menschen gerne, doch nicht alle haben das nötige Geld, um Geschenke zu machen. Damit niemand zum Fest leer ausgehen muss, veranstaltet die Mindener Tafel seit Jahren seine Päckchenaktion für Bedürftige. So auch in diesem Jahr.

Rund 800 Päckchen jährlich
Wie in den Vorjahren wird die Weihnachtspäckchen-Aktion 2018 bereits zum zehnten Mal in der Kirche St. Simeonis am Simeonskirchhof stattfinden. „Wir hoffen auch in diesem Jahr trotz anderer Weihnachtsaktionen ausreichend Päckchen mit Lebensmitteln für unsere Kundinnen und Kunden erhalten zu können“, sagt der erste Vorsitzende der Mindener Tafel, Wolfgang Reichel, in Hinblick auf die bevorstehende Abgabe der Päckchen am kommenden Mittwoch. Ob Schokoladenweihnachtsmänner, Würstchen, Lebkuchen, Schinken, Nudeln oder andere Leckereien – es gibt viele Inhaltsvarianten, mit denen Freude verschenkt werden kann. „Wir nehmen die Päckchen von 10 bis 19 Uhr in der Kirche St. Simeonis an“, sagt Reichel. In der Vergangenheit habe man bis zu 800 Päckchen jährlich erhalten können. „Wir hoffen wieder auf eine ähnliche Anzahl.“ Inzwischen sei das Interesse lokaler Unternehmen an der Aktion merklich gestiegen. Auch die privaten Spender sind zahlreich. „Wir haben sehr viele langjährige private Spenderinnen und Spender“, so Reichel. „Wer uns übrigens für dieses Jahr noch etwas zur Verfügung stellen möchte, kann seine Päckchen gerne am 19. Dezember in der Annahmezeit in der Kirche St. Simeonis vorbeibringen. Auch eine Abholung der Weihnachtsgeschenke durch unsere Mitarbeiter ist möglich. Interessierte können uns einfach unter 0571-3885518 anrufen. Wir freuen uns wirklich über jedes noch so kleine Präsent zur Weitergabe an die Bedürftigen.“

„Wir freuen uns über jedes noch so kleine Präsent zur Weitergabe an die Bedürftigen.“ (Wolfgang Reichel, 1. Vorsitzender Mindener Tafel)

„Wir freuen uns über jedes noch so kleine Präsent zur Weitergabe an die Bedürftigen.“ (Wolfgang Reichel, 1. Vorsitzender Mindener Tafel)

Ausreichend Geschenke
Dankbar zeigt sich auch der zweite Vorsitzende der Mindener Tafel, Claus Dieter Feilbach: „Alle Berechtigten, die in den vorhergegangenen sechs Monaten in der Tafel eingekauft haben, konnten durch unsere Aktion in der Vergangenheit bedacht werden.“ Ursprünglich sei die Idee von der Aachener Tafel entwickelt und vom WDR unterstützt worden. „Diese Idee fanden wir toll und haben sie wie andere Tafeln erfolgreich aufgegriffen“, erklärt Feilbach. Für die reibungslose Ausgabe der Päckchen am 20. Dezember gibt es übrigens unterschiedliche Zeitfenster. Damit die Päckchen ausreichend sind, werden diese je nach Familiensituation ausgehändigt – also für Familien, Kinder und auch Alleinstehende. Enthalten sein werden weihnachtlich dekorierte, haltbare Lebensmittel und süße Leckereien. „Sie sollten in einem offenen Paket verpackt sein“, erklärt Wolfgang Reichel. Die Pakete werde man wie gehabt entsprechend vorsortieren.

Dankbarkeit als Antrieb
Die Kunden der Mindener Tafel freuen sich schon seit einiger Zeit auf die Weihnachtsgeschenkaktion. „Bereits seit Anfang November fragen die Kundinnen und Kunden nach den Gutscheinen, die zur Teilnahme legitimieren und freuen sich auf den Tag der Ausgabe“, lächelt Wolfgang Reichel. Nach Vorzeigen des Gutscheines werde man die teilnehmenden Kundinnen und Kunden durch vier Gänge führen, wo sich jeder ein Geschenk aussuchen könne.

„Alle Berechtigten, die in den vorhergegangenen sechs Monaten in der Tafel eingekauft haben, konnten durch unsere Aktion in der Vergangenheit bedacht werden.“ (Claus Dieter Feilbach, 2. Vorsitzender Mindener Tafel)

„Alle Berechtigten, die in den vorhergegangenen sechs Monaten in der Tafel eingekauft haben, konnten durch unsere Aktion in der Vergangenheit bedacht werden.“ (Claus Dieter Feilbach, 2. Vorsitzender Mindener Tafel)

Solche Vorfreude sei auch ein großer Antrieb der 143 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mindener Tafel und eine Bestätigung für das eigene ehrenamtliche Engagement, das nicht zuletzt wegen sprachlicher Barrieren nicht immer einfach sei. Der Grund hierfür: Der Kundenkreis setzt sich aus mehr als 60 verschiedenen Nationen zusammen. „Für unsere Kundinnen und Kunden ist diese Aktion ein Highlight im Jahr. Die Päckchen werden in einer festlichen Atmosphäre ausgesucht und in Empfang genommen“, sagt Feilbach. Man spürt den Geist der Weihnacht und den Wunsch, etwas im Sinne der Nächstenliebe an seine Mitmenschen weiterzugeben, besonders in dieser vorweihnachtlichen Zeit und besonders in einem solchen Kontext.

Wichtig ist dem Führungsduo der Mindener Tafel auch noch einmal im Namen aller Bedürftigen den Dank an die hiesigen Spender auszusprechen. „Es ist eine Spendenaktion von Mindener Bürgerinnen und Bürgern sowie von hiesigen Gewerbetreibenden für bedürftige Mindener Familien und Einzelhaushalte. Dafür danken wir allen Beteiligten auch in diesem Jahr sehr herzlich. Es herrscht eine wirklich besondere und stimmungsvolle Atmosphäre am Nachmittag, wenn schon viele Päckchen in der Kirche sind“, berichten beiden unisono. Diese festliche Atmosphäre mit anderen zu teilen, ein bisschen Freunde zu spenden und den Ausdruck „Nächstenliebe“ mit Inhalt zu füllen, darum sollte es zum Weihnachtsfest vorrangig gehen – und hier in Minden bei den Menschen der Tafel wird dieser Gedanke vorbildlich vorgelebt. (ns / nh)