Sanierung des Mindener Stadttheaters verschiebt sich

Sanierung des Mindener Stadttheaters verschiebt sich

Aufwendigere Planungen verzögern Baumaßnahme

Die Sanierung des Mindener Stadttheaters kann nicht wie geplant in Angriff genommen werden. Die dem Grunde nach abgestimmten notwendigen Baumaßnahmen sollten im Zeitraum Anfang bis Mitte 2020 durchgeführt werden.Die Grundlagenplanungen mussten unter anderem wegen Engpässen bei den beauftragen externen Büros mehrmals geschoben werden.

Aufwendigere Planungen
Durch die aufwendigeren Planungen ist nun die Folge, dass bereits die Planungsleistungen europaweit ausgeschrieben werden müssen. Es gibt bestimmte finanzielle Schwellenwerte, die jetzt überschritten werden, erklärt Jörn Schunk, Bereichsleiter der städtischen Gebäudewirtschaft. Dies ist seit dem 2. Oktober 2018 bekannt. Europaweite Ausschreibungen haben eine längere Ausschreibungszeit von sechs bis neun Monaten. Das bedeutet für die Baumaßnahme, dass die bisherige Zeitschiene nicht eingehalten werden kann. Ein dann beauftragter Fachplaner könnte voraussichtlich im dritten Quartal 2019 mit der Planungsarbeit beginnen.
Bereits in den Jahren 2008 bis 2013 hat sich im und am Stadttheater einiges getan. So wurden die Fassaden saniert, Putz-, Stuck- und Malerarbeiten gemacht, außerdem waren Dachdecker und Klempner am Werk. Vor dem Hintergrund, dass Wagners Ring auf die Bühne gebracht werden sollte, entschieden sich die Verantwortlichen dafür, die noch ausstehenden Maßnahmen auf die Zeit zu verschieben, wenn der arbeitsintensive Wagner-Zyklus 2019 abgeschlossen ist. Die so kurzfristige zeitliche Verschiebung der Baumaßnahmen hat für den Spielplan des Theaters natürlich gravierende Auswirkungen. Alle Planungen sind seit Jahren auf die Umsetzung der zwei RING-Zyklen im Herbst 2019 und der anschließenden Pause für die Umbaumaßnahmen konzipiert gewesen.

Mammutprogramm ohne Pause
Der Spielplan ist zu diesem Zeitpunkt für die zwölf ABO-Ringe und die vielfältigen Gastspiele immer bereits abgeschlossen. Intendantin Andrea Krauledat wird nun versuchen, einen Spielplan für die Saison 19/20 noch kurzfristig zu entwerfen und umzusetzen. „Allerdings sind zu diesem Zeitpunkt bereits viele Tourneen ausgebucht und es wird schwer optimale Termine zu finden und den Spielplan für die Zuschauer wie gewohnt zu gestalten“, so die Intendantin. Zusätzlich ist das Theater bis zum 29. Oktober 2019 durch den RING-Zyklus nicht anderweitig zu bespielen. „Ein Mammutprogramm ohne Pause erwartet nun das Team des Stadttheater Minden mit einem anschließenden normalen Spielplan 2019/2020“, betont Krauledat. „Die Herausforderung für das Stadttheater ist gewaltig“, so die Beigeordnete für Bildung, Kultur, Sport und Freizeit Regina-Dolores Stieler-Hinz. „Kraft spendet uns in dieser unerwarteten Situation, dass wir aufgrund der neuen Zeitschiene für die Sanierungsmaßnahmen unserem treuen Publikum durchgängig die beliebten Abo-Reihen werden anbieten können.“