Hausberger Wochenmarkt leidet unter Ausstellerschwund

Hausberger Wochenmarkt leidet unter Ausstellerschwund

Markt soll weiterhin Bestand haben

Ein Wochenmarkt bietet ein wunderbares besonderes Flair. Abseits der Supermärkte hallen Marktschreie von Bude zu Bude, die Verkaufenden sind oft Vollblutshändler. Seit rund zweieinhalb Jahren besteht nunmehr der Hausberger Wochenmarkt, bei dem die Kunden Lebensmittel und allerlei Feinkost aus der Region erwerben können.

Ob Fleisch, Wurstwaren oder Fisch, Käse oder Backwaren, das lukullische Angebot war groß, doch die Zeiten sind schlechter geworden in Hausberges donnerstäglichem Wochenmarkt. Mitinitiator Herbert Wiese wollte dabei bewusst in der Zeit von 14 bis 18 Uhr einen Nachmittagsmarkt etablieren und nicht als Konkurrenz für die örtlichen Supermärkte verstanden werden.

Der beliebte Obst- und Gemüsestand existiert aktuell leider nicht mehr.

Der beliebte Obst- und Gemüsestand existiert aktuell leider nicht mehr.

Doch nun hat der Kundenschwund den beliebten Wochenmarkt ereilt und der Markt kämpft um seine Existenz. Nur noch sechs bis sieben der ehemals zwölf ursprünglichen Anbieter kommen nach dem heißen Sommer donnerstags nach Hausberge. Ende September verabschiedete sich auch der große Gemüse- und Obststand vom Markt.

Doch die verbleibenden sechs bis sieben Standbetreiber zeigen sich standhaft und wollen bleiben. Dazu sagt der Vertreter der Deutschen Marktgilde, Carlos Aragues Bremer: „Das ist schön. Wir freuen uns als Marktgilde darüber und werden den Markt solange betreiben, solange es sich für die Händler lohnt.“ Zugleich sei man allerdings auch ratlos, wieso die Kunden nach einem guten Beginn im Jahr 2016 nicht mehr kämen. Die Hitze des Sommers könne ein Grund sein. „Dabei brauchen wir uns vor den Supermärkten nicht zu verstecken, die Qualität der Produkte ist hervorragend, denn ein Wochenmarkt steht für absolute Frische“, so Aragues Bremer.

Frische Blumen gibt es nach wie vor auf Hausberges Wochenmarkt.

Frische Blumen gibt es nach wie vor auf Hausberges Wochenmarkt.

„Wir suchen stets nach neuen Ausstellern, besonders im Bereich von Obst – und Gemüse sowie Käseprodukten haben wir bei fairen Standpreisen von deutlich unter einem Euro je Quadratmeter dringend Bedarf für den Standort Hausberge. In den Bereichen Fisch, Fleisch, Floristik, Backwaren und Feinkost sind wir gut aufgestellt“, sagt Aragues Bremer. Sollten sich Interessenten finden, können diese sich direkt an der Stadtverwaltung Porta Westfalica melden oder unter 02774-9143 300 Kontakt aufnehmen. (ns)