Miku trifft... Bärbel Prüssner

Miku trifft… Bärbel Prüssner

Snacks und Schnack im Sommerbad-Imbiss

Ein Besuch im Mindener Sommerbad: auf der Liegewiese entspannen, gemütlich seine Bahnen ziehen, vergnügt über die Rutsche ins Kinderbecken sausen. Doch irgendwann kommt der kleine Hunger und vielleicht auch etwas Durst dazu, die Kleinen sind auch im Sommer sowieso immer für ein Eis am Stiel zu haben. Sie alle führt der Weg die Treppe hoch zum Sommerbad-Imbiss, wo bereits Bärbel Prüssner und ihr Kollege Rolf auf die hungrige Meute warten.

 Ihr Revier - der Sommerbad-Imbiss. Hier haben viele Mindener bereits ihr Eis geschleckt und einen tollen Sommertag verbracht.

Ihr Revier – der Sommerbad-Imbiss. Hier haben viele Mindener bereits ihr Eis geschleckt und einen tollen Sommertag verbracht.

Die Küche und der Imbiss sind ihr Revier und in den Sommertagen kann man Bärbel Prüssner täglich an diesem Ort vorfinden. Sie arbeitet gerne dort und mag das Miteinander mit den Kollegen – so sehr, dass sie in dieser Sommersaison tatsächlich nur vier Tage frei hatte. Doch nicht nur für das tägliche Imbissgeschäft ist sie zuständig, bei großen Veranstaltungen im Sommerbad oder Festen sind sie und ihr Kollege Rolf mächtig am rotieren, um eine adäquate Verköstigung für die Gäste zu gewährleisten. Vor 15 Jahren fing alles an – da hat Bärbel Prüssner begonnen, im Sommerbad als Putzhilfe auszuhelfen. Und sie sollte nie wieder gehen, denn auch das Team um Katrin Kosiek und den Kollegen schätzen ihre Arbeit sehr. Dabei schaut sie weder auf die Uhr, noch scheut Überstunden, und die Arbeit mit ihrem Kollegen Rolf und der Kaffeemaschine „Herbert“ geht Hand in Hand. So hat sie Tag ein, Tag aus, von Mai bis September, das Geschehen im Sommerbad im Blick, hat so einige der Kinder, denen sie im Sommer Eis und Pommes verkauft hat, groß werden sehen und kennt viele mit Namen. Und natürlich kennt sie auch die eine oder andere spannende oder herzzerreißende Geschichte, die sich vor ihrem Imbiss abgespielt hat. „Das ist ja etwas, was dieses Bad ausmacht. Das Menschen, die schon als Kinder hierherkamen, heute auch mit ihren Kindern oder sogar Enkeln hierherkommen“, sagt Bärbel Prüssner im MiKu-Gespräch. Sie weiß, wovon sie spricht – kommen doch auch ihre eigenen vier Kinder samt Enkeln des Öfteren ins Sommerbad, um sie zu besuchen und natürlich schwimmen zu gehen. Doch die Arbeit ist auch nicht immer einfach – lange Tage von bis zu 12 Stunden, dazu in diesem heißen Sommer die Hitze in der Küche. „Hitzerekord dieses Jahr im Küchenbereich waren 68 Grad!“, erzählt sie weiter, doch auch das mache ihr nicht viel aus, denn sie macht die harte Arbeit im Sommerbad gerne und identifiziert sich mit dem Bad, dem Verein und ihren Kollegen. Doch auch der schönste Sommer neigt sich irgendwann dem Ende zu. Das Sommerbad hat für dieses Jahr, bis auf den kommenden Herbstmarkt, seine Pforten geschlossen. Und was macht Bärbel Prüssner mit plötzlich so viel freier Zeit? „Erstmal in den Urlaub fahren“, schmunzelt sie, „und ganz viel Zeit mit meiner Familie verbringen“. Im nächsten Jahr geht’s dann im Sommer weiter, man sieht sich bei einer Pommes am Sommerbad-Imbiss. (nh)