Miku trifft... Frank Kirchner

Miku trifft… Frank Kirchner

Lahdes Gewerbevereinsvorsitzender über Berufliches und Privates

Viele Bürger kennen Frank Kirchner und seine Frau Stefanie aus den beiden Friseurgeschäften in Lahde und Petershagen. Doch was viele nicht wissen – der Gewerbevereinsvorsitzende ist gar kein Friseur, sondern Kaufmann: „Ich schneide auch gar keine Haare“, lacht Kirchner, dessen Erkennungsmerkmal stets ein weißes Hemd ist und ergänzt: „Ich bin eher für Organisation, Aushilfstätigkeiten und Reparaturen da.“

Bereits seit fünf Jahren steht der 53-jährige Vater eines 16-jährigen Sohnes dem Lahder Gewerbeverein vor: „Seit 14 Jahren bin ich dort Mitglied und seit fünf Jahren der erste Vorsitzende.“ Dabei sei ihm ein gutes, demokratisches und faires Miteinander im achtköpfigen ehrenamtlichen Vorstandsteam wichtig. Die Zusammenarbeit mit 56 Mitgliedsbetrieben mache seit Jahren Spaß, so Kirchner.

Frank Kirchner ist ein charismatischer Mann, der in seinem früheren Berufsleben viel im Außendienst unterwegs war. Er habe früher Elektronikartikel und Haarpflegeprodukte verkauft, das Interesse an letzterem habe er vermutlich von seiner Frau Stefanie übernommen, die als Friseurmeisterin die beiden Salons leitet. In seiner Freizeit verfolgt der in Gorspen-Vahlsen lebende Kirchner gerne den Fußball-Zweitligisten VfL Bochum, da er in der Stadt an der Ruhr geboren sei: „Es wäre echt super, wenn der Verein einmal wieder in der 1. Liga spielen würde, aber ich mache mir da derzeit wenig Hoffnungen – wenn nicht sogar aktuell gar keine.“ Auch lesen tut Kirchner gerne, besonders spannende Krimis. Dabei hat Kirchner einen kleinen „Spleen“ wie er sagt: „Die Buchumschläge müssen vor dem Lesen ins Regal und die Lesezeichen-Bänder im Buch, haben alle einen Knoten – sie werden kein Buch ohne Knoten bei mir zuhause finden, ich mag diese ausgefransten Enden nicht. Das darf man eigentlich gar keinem erzählen“, zwinkert er und erzählt eine weitere Anekdote: „Ich bin großer Fan von Günter Jauch und habe mich vor zehn Jahren sogar mal RTL als Kandidat bei ‚Wer wird Millionär’ beworben. Lange her, hat leider nicht geklappt.“ Dass Kirchner handwerklich begabt ist, hat er vor einigen Jahren beim Bau eines 5,50 Meter hohen Kletterhaus- Leuchtturms gezeigt. „Dieser Turm“ grinst Kirchner „hat mir mal den Preis des ‚Selbermacher des Monats’ in einer Do-it-yourself-Zeitung beschert.“

Der selbstgebaute Leuchtturm ist ein kleines Meisterwerk.

Der selbstgebaute Leuchtturm ist ein kleines Meisterwerk.

Als Vorsitzender des Gewerbevereins hat Kirchner einige Pläne. „Neben unseren bekannten Veranstaltungen der Lahder Maile und dem Herbstmarkt, würde ich gerne einen kleinen Weihnachtsmarkt ins Leben rufen.“ Dieser könne im Rahmen des Weihnachtskonzertes stattfinden. Als Vorbild könnte hier das Bistro in Bückeburg dienen, welches seit Jahren einen eigenen wunderschönen Weihnachtsstand anböte. Auch eine Sommerveranstaltung am Lahder Badesee sei in Planung. „Wir befinden uns hier in ersten Gesprächen, die Umsetzungen wäre wirklich toll.“ Die Zusammenarbeit mit der Stadt Petershagen sei super, die Türen stünden immer offen und das sei auch gut. „Wir sind anders als andere. Petershagen als Flächengemeinde ist mit 212 Quadratkilometern weit verzweigt. Wir können in Petershagen viel mehr bieten, als so mancher ahnt.“ Wichtig sei vor allem, dass man für unterschiedlichste Dienstleistungen nicht extra ins benachbarte Minden fahren müsste, denn vieles gäbe es auch in Petershagen und Lahde.“ Nach Bochum zieht ihn übrigens nichts mehr zurück. „Mein Zuhause und Leben sind hier“ – und das werde auch so bleiben. Interessierte Gewerbetreibende können zu Frank Kirchner und dem Gewerbeverein Kontakt unter www.gewerbeverein-lahde.de aufnehmen. „Wir freuen uns stets über neue Anfragen“, sagt er und eilt gut gelaunt zum Tresen seines Betriebes „Die Stadtfriseure“ – ein neuer Kunde wartet auf einen Termin. (ns)