GWD vor dem Spiel gegen Erlangen

GWD vor dem Spiel gegen Erlangen

Wohin mit den Emotionen?

Ende August machten sich an einem Donnerstag vier eingefleischte GWD-Fans auf den Weg zum ersten Bundesliga-Auswärtsspiel der Saison nach Berlin. In der Hauptstadt kann man ja bei der Auswahl schlecht verdursten oder verhungern, idealerweise liegt aber gegenüber der Max-Schmeling-Halle ein Cafe-Restaurant, wo man sich perfekt auf die Partie einstimmen kann. Und ab und zu auch ehemalige GWD-Spieler treffen kann. So auch am 30. August, wo plötzlich Wolfgang Böhme vor unserem Tisch stand.

Ein schönes Wiedersehen nach mehr als 20 Jahren. Wolfgang saß Mitte der 90er auf der GWD-Bank der 1. und 2. Mannschaft. Rechtzeitig ging es dann rüber in die Sportstätte. Hier sahen wir ein gutes Spiel der Carstens-Truppe und lange Zeit hatte man die Hoffnung auf einen Punktgewinn nicht aufgegeben. Kleine, individuelle Fehler machten letztendlich den Ausschlag für die Füchse aus der Hauptstadt.

Dennoch ist ein stetiger Aufwärtstrend zu verfolgen, wenn man bedenkt, wo wir noch vor drei Jahren standen, nämlich in der 2. Bundesliga. Nun kommen wir Spitzenmannschaften wie Flensburg und Berlin gefährlich nahe. Ein anderer Trend besorgt nicht nur mich allerdings. Man darf wohl kaum mehr Emotionen zeigen. Man hat sich immer gefreut, wenn Spieler nach gelungenen Aktionen von der Bank aufsprangen und diese bejubelten oder auch mal sich von den Sitzen erhoben, um vielleicht umstrittene Situationen nicht allzu unfair anprangerten. Nun kommt gleich die Spielaufsicht (in Berlin Lars Schaller) und drohte beiden Teams mit Strafen.

Da fragt man sich als gemeiner Fan, wohin der Weg für die Spieler führen soll. Es geht hier nicht um lautstarke Proteste und Anfeindungen, sondern eher um harmlose Gesten und Bermerkungen. Das sollte doch weiterhin im Rahmen erlaubt sein. Irgendwann muß doch auch der Regelwahnsinn ein Ende haben. Kommen wir nach der Partie gegen Ludwigshafen am Mittwoch, auf die wir hier nicht eingehen können, zur weiteren Spiel-Vorschau. Am Sonntag findet das Top-Spiel der 1. Handball-Bundesliga um 13.30 Uhr in der Swiss Life Hall Hannover statt. Eine weitere große und schwere Prüfung für unseren GWD. Letzte Woche hat der starke Aufsteiger Bergischer HC unter den Augen von Fan-Club-Mitgliedern dort seine Visitenkarte abgegeben und die Gastgeber des TSV Hannover-Burgdorf teilweise mächtig ins Schwitzen gebracht.

Die Stimmung dort in der Halle ist immer sehr gut, aber dazu können wir unsere Fans richtig viel mit dazu beitragen. Das gilt auch für Dalibor Doder und Co. Ein Punktgewinn wie zuletzt im September 2013 ist durchaus drin, wenn man an sich glaubt und 60 Minuten die Spielanlage und die Konzentration hochhält. Schlag auf Schlag geht es dann weiter. Am kommenden Donnerstag, 13.09. empfangen wir unsere Mannschaft dann in Minden wieder. In der Kampa-Halle gastiert um 19.00 Uhr der HC Erlangen. Und da gibt es ein Wiedersehen mit immerhin drei Ex-Spielern, und zwar im Tor Nikolas Katsgiannis sowie im Feld Michael Haaß und Christoph Steinert. Letzte Spielzeit gab es einen ungefährdeten Sieg für unsere Farben und über eine Wiederholung würde sich jeder Grün-Weiße freuen.

Im GWD-Fan-Treff erwarten wir dann Anton Mansson und Lukas Kister, die Eure fragen dann nach dem Spiel beantworten. Und wir hoffen auf einen Einzelgewinner eines FC-Mitglieds zum Tip-Spiel. Und auf diesem Wege bedanken wir uns bei der Mosterei Oevermann aus Petershagen-Südfelde, die uns seit dieser Saison bei jedem BL-Heimspiel einen Kasten Apfelsaft als Gewinn zur Verfügung stellt! Und zur Erinnerung, wer noch keine Karten hat: Drei Tage nach dem Erlangen-Spiel heißt es am Sonntag, 16.09. um 17.30 Uhr: DHB-Pokal Achtelfinale GWD – Füchse Berlin. Alles ist drin. Und der Bericht von uns dann auch – nächstes Wochenende hier im Minden-Kurier.

Euer Frank Wentzlawsky