Nur ein Kaffeeschubser?

Nur ein Kaffeeschubser?

Ein persönlicher Bericht über das Praktikum beim MiKu

Man kennt ja die Klischees, die dieses Thema umgeben: Praktikanten werden hauptsächlich zum Nachfüllen der Kaffeemaschine abgestellt, tauschen Druckerpatronen aus oder sitzen nichtstuend in der Ecke.

Sucht man online nach eben solchen Stellen, findet man dazu schnell heraus, dass die meisten eine Mindestzeit von sechs Monaten angeben.

Was sollte ich also davon halten? Ohne Erfahrungen und mit lediglich vier Wochen Zeit wollte ich mich in einer Redaktion nützlich machen. Nichts desto trotz bin ich motiviert und entschlossen ins kalte Wasser gesprungen – nur um festzustellen, dass es gar nicht so kalt ist. Zumindest hier nicht, denn entgegen aller Erwartung wurde ich nicht wie hilfloses Rehkitz behandelt. Mir wurde direkt am ersten Tag die inhaltliche Ausarbeitung eines Sonderthemas – „ Süße Früchte“; vielleicht erinnern Sie sich an die zwei Rezepte aus der Ausgabe vom 07.07.2018 – zugeteilt. Besser hätte man mich nicht motivieren können.

Doch nicht alleine der professionelle Umgang gefiel mir schlagartig. Auch das Zwischenmenschliche stimmt beim MiKu. Anstatt sich den lieben, langen Tag gegenseitig mit dem zu Erledigen zu nerven, wurde hier auch mal über Politik, Sport, Gott und die Welt geredet. Das lockert die Atmosphäre und macht das Arbeiten wesentlich angenhmer. Das heißt keineswegs, dass nur herumgeblödelt wird, Stress und Überstunden fallen auch an. Doch unterm Strich renkt sich alles irgendwie ein, jede Woche erscheint eine Zeitung, die das vielseitige Leben der Region einfängt und mit akribischer Genauigkeit wiedergibt.
Mache ich gerade Werbung für sie? Nein. Ich möchte einfach nur klarstellen, dass ich persönlich ungemein positiv beeindruckt wurde. Eine bessere Praktikumsstelle hätte ich wahrscheinlich nicht erwischt. An der Stelle ein für alle lesbares „DANKE“. (jpb)

Jan Phillip Biedermann hat ein vierwöchiges Praktikum beim Minden Kurier absolviert.