Miku trifft... Frank Tomaschewski

Miku trifft… Frank Tomaschewski

Das war’s noch nicht

Er gehört zum Stadtbild Mindens wie so manches Gebäude, denn sein Gesicht kennen viele Bürger in Minden. Doch was genau plant der „Oberpirat“ Frank Tomaschewski eigentlich für seine Zukunft und womit verbringt er seine Freizeit?

Auf eine lange Karriere in der Kommunalpolitik kann Frank Tomaschewski bereits zurückblicken. „Von den Jahren 1982 bis 1993 war ich in der CDU, doch damals kam es zu einem Bruch“, sagt der 52-jährige Steuerfachangestellte. Im Anschluss habe ihm etwas gefehlt, sodass er wieder in die Politik zurückwollte. „Dies gelang Anfang 94 mit der Mindener Initiative“. 1999 erfolgte aus privaten Gründen abermals ein politischer Rückzug, doch heute sitzt Tomaschewski wieder als festes, jedoch einziges Mitglied für die Piraten im Stadtrat in Kultur- und Rechnungsprüfungsausschuss. Das sei nicht sehr viel Einfluss für seine Partei, aber Kommunalpolitik sei ohnehin immer eine „Schnittmengensuche“. „Für mich war nach 1999 immer klar: Das war’s noch nicht“, grinst das politische Stehaufmännchen Mindens. Er sei immer Rebell gewesen, sagt er, und schildert, dass er für ein CDU-Marktfest seinerzeit ein Bullriding-Event geplant und hat durchführen lassen. „Dafür bin ich damals von der Partei fast gelyncht worden- im Endeffekt jedoch zu Unrecht, denn es war ein Erfolg.“

Für die Zukunft plant Tomaschewski wieder bei der Kommunalwahl 2020 anzutreten. Dabei möchte der Tierfreund gerne die obere Altstadt und das Rampenloch in den Fokus stellen. Für ihn sei es die „Perle“ Mindens. „Vorbild für eine Nutzung ist für mich das Schnoorviertel in Bremen – ein Touristenfang mit vielen kleinen alten Häusern, dicht aneinandergereiht und urig in Verbindung mit viel Charakter und Gastronomie.“ Außerdem wünscht sich Tomaschewski Auslaufwiesen für Hunde in jedem Stadtteil Mindens. Hier spiegelt sich seine Leidenschaft wieder und es blitzt in seinen Augen, als er sagt, dass er Hundefreund ist. „Je größer, desto besser.“ Ein Hund werde in Zukunft auch wieder an seiner Seite sein. Privat liebt es der „Pirat“ zusammen mit Freunden frisch zu kochen oder ein gutes Glas Wein zu trinken, ein Buch zu lesen, Schach zu spielen und das „Dolce Vita“ zu genießen. „Wenn diese Zeit im Privaten nicht da ist, dann hat man sicherlich etwas falsch gemacht“, sagt er und eilt gutgelaunt zu einem Termin mit politischen Freunden – der montäglichen Fraktionssitzung seiner Partei.