Keine Angst vor den Rhein-Neckar-Löwen

Keine Angst vor den Rhein-Neckar-Löwen

Gestatten sie mir zunächst einen Rückblick auf das Spiel gegen den TV Hüttenberg vom vergangenen Sonntagnachmittag.

Nach einer gelungenen Hinrunde trafen wir nun im ersten Heimspiel 2018 auf das Schlusslicht aus Mittelhessen, eben wie GWD ein Traditionsverein in Deutschland. Bei der Tabellen-Konstellation waren die Rollen klar verteilt und alle erwarteten einen Sieg – logisch. Trotzdem ist es ja weiterhin so, dass Hüttenberg keinesfalls abgeschlagen dort steht und noch immer eine Chance auf den Klassenerhalt hat. Dennoch war offenbar die Erwartungshaltung auf den Tribünen eindeutig.

So kam am letztendlich sicheren und souveränen Sieges leider kaum Stimmung in der Halle auf. Was schade ist. Auch gegen solche Mannschaften, die das Tabellenende zieren, muss man mit höchster Konzentration herangehen, sonst geht das schnell in die Hose und auch zwei Punkte gegen den diesjährigen Aufsteiger müssen erstmal geholt werden. Automatische Siege gibt es nun mal nicht – zum Glück. Deswegen wäre es schön, wenn zukünftig bei jedem Spiel gute Atmosphäre herrscht. Das ist für die Spieler und unseren Trainer Frank Carstens schöner, aber auch für jeden einzelnen müsste es doch mit leidenschaftlicher und emotionaler Unterstützung mehr Spaß machen! Das es auch im Fernsehen bei Sky anders rüberkommt, versteht sich dann von selber.

Vom Gegner kommt am nächsten Donnerstag (01.03.) um 19.00 Uhr das genaue Gegenteil der Liga nach Minden: Der Titelverteidiger, die Rhein-Neckar-Löwen, sind auch diese Saison bisher das Maß aller Dinge, Tabellenführer und haben eine ganze Reihe Nationalspieler im Kader. Aber die Spielzeit ist noch lang genug, um ihnen schon vorzeitig zur dritten Meisterschaft am Stück (also nach 2016 und 2017) zu gratulieren. Dass die RNL klarer Favorit sind, steht außer Frage, aber jetzt sind wir wieder beim Thema zuvor, praktisch in umgekehrter Reihenfolge aus GWD-Sicht, es soll kein Selbstläufer werden für das Team, das Anfang Januar den TBV Lemgo in ihrer Arena in Mannheim mit einem 14:0 und 19:1-Start regelrecht schockte. GWD hat hier schon diese Saison so einige Top-Teams richtig geärgert, bis hin zu Punktgewinnen.

Wenn man so wie ich und viele andere Fan-Club-Anhänger in der Handball-Welt zu Hause ist, lernt man viele gleichgesinnte Fans kennen, die auch durchaus zu Freunden werden. Und dann freut man sich auf ein Wiedersehen. So geschehen jetzt am Donnerstag, wo ein Bulli auf dem Weg zum Auswärtsspiel nach Nürnberg war, wo der HC Erlangen auf uns wartete. Und wir trafen dort in der Halle auch auf Freunde aus Coburg, die angereist waren, um auch unser Team zu unterstützen.

Zum Schluss noch der Hinweis auf den Fan-Treff am Donnerstag: Er ist wieder komplett geöffnet, also auch nach dem Spiel. Die Liste für die Fan-Bus-Fahrt am Samstag, 10.03. nach Kassel liegt dort aus. Gegner ist bekanntlich die MT Melsungen. Und wir erwarten nach dem Spiel wieder GWD-Spieler zum Interview.

Frank Wentzlawsky